Neubau

Funktional, flexibel und wirtschaftlich

Ausschreibungsergebnis für Neubau der Staatlichen Realschule in der Feuerwache

Im Großen Saal der Feuerwache an der Niedermayerstraße ist am Freitag der Siegerentwurf für den Neubau der Staatlichen Realschule vorgestellt worden. An der Ausschreibung zu einem Architekturwettbewerb hatten sich 24 Büros beteiligt. Unter ihnen hatte sich eine Fachjury für den Entwurf des Stuttgarter Büros Dasch-Zürn entschieden. Daneben wurden drei weitere Preise vergeben sowie drei Anerkennungen.

Die mit 61000 Euro dotierte Planung des Stuttgarter Architekturbüros Dasch-Zürn wurde auch als am wirtschaftlichsten beurteilt.

Oberbürgermeister Alexander Putz sagte, dass die schulische Entwicklung in der Stadt „kopflastiger“ als auf dem Land zwar zum Gymnasium tendiere. Dennoch komme man am Bau einer sechszügigen Realschule nicht vorbei, „mit Option auf Erweiterung zu einer siebenzügigen“. Putz nannte den Entwurf der Preisträger spannend, aber auch alle anderen, die das Preisgericht unter der Leitung von Gestaltungsbeirat Much Untertrifaller unter den ersten vier ausgewählt hatte, seien hochwertig. „Zeitnah und zügig“ soll der Neubau verwirklicht werden, sagte Bauamtsleiter Johannes Doll, der mit einer Bauzeit von zwei Jahren rechnet. Doll und der Landshuter Architekt Christian Graf stellten die einzelnen Entwürfe vor. Der Neubau der Staatlichen Realschule in der Münchnerau war im Juni vergangenen Jahres beschlossen worden. Unmittelbar in Nähe des östlichen Gewerbegebiets soll an der Flutmulde ein Schulgebäude für 36 Klassen entstehen. Der bisherige Standort der Realschule an der Christoph-Dorner-Straße ist für die derzeit rund 950 Schüler zu eng geworden; dieses Gebäude wird künftig von der Mittelschule Schönbrunn genutzt werden.

Sebastian Kittelberger (von links), Joachim Zürn und Helmut Dasch, Sabine Welzenbach, Christian Graf und Anke-Humpeneder-Graf

Realschulleiterin Sabine Welzenbach und ihre Kollegen hatten ein pädagogisches Konzept ausgearbeitet, das Grundlage für die Ausschreibung gewesen war. Welzenbach, die auch der Preisjury angehörte, gratulierte dem Büro Dasch-Zürn: „Sie haben es geschafft, unseren pädagogischen Vorstellungen die optimale räumliche und funktionale Lösung anzubieten.“ Deren Entwurf berücksichtige unter anderem, dass Schulen immer mehr zu Lebensorten würden und für jedes Unterrichtsfach ein eigener Raum mit fachspezifischer Ausstattung zur Verfügung stehen soll – was derzeit ein großes Manko an der Realschule sei. Ein großes Plus der prämierten Planung sei der Brandschutz, sagte Christian Graf, der der Jury angehörte: Fluchtwege führen nicht durch das Gebäude, sondern über umlaufende Fluchttreppen. Dadurch könne die Halle des Gebäudes ungehindert für schulische Zwecke genutzt werden. Auch die Verschattung durch Balkone hatte die Jury überzeugt. Zudem bieten sich gute Erweiterungsmöglichkeiten, und nicht zuletzt sei der Entwurf von allen der wirtschaftlichste gewesen, heißt es. Die Planung für den ersten Preis des Architekturwettbewerbs war mit 61000 Euro dotiert.

Information Die Ausstellung mit den prämierten Entwürfen ist in der Feuerwache, Niedermayerstraße 6, täglich von 9 bis 17 Uhr bis 14. Juli 2017 zu sehen.

aus der Landshuter Zeitung vom 3. Juli 2017